🇮🇹 Italienisches Bankkonto in zwei Anläufen

14.07.2026

Heute früh um 9:00 Uhr fahren wir zur Bank, damit ich mir ein italienisches Konto einrichten kann.

Ich stehe vor der Banktür, die sich nicht öffnet. Daneben eine Vereinzelungsanlage wie auf dem Flughafen. Ich schleuse mich in die Bank und erkläre dem Mitarbeiter mit Gesten, dem Deepl-Übersetzer und Brocken Italienisch, dass ich ein italienisches Bankkonto eröffnen möchte. Ich zeige ihm die E-Mail, die ich die Woche davor geschrieben hatte, mit der Bitte um einen Termin.

Der Mitarbeiter fragt zunächst nach diversen Unterlagen, die ich ihm alle zeige. Anschließend möchte er noch eine italienische Telefonnummer. Da ich keine habe, ruft er einen Kollegen, der etwas Englisch spricht. Die beiden diskutieren kurz und schicken mich erst einmal wieder weg. Ich soll um 11:00 Uhr wiederkommen – zusammen mit meinem „Ehemann“, der bereits eine italienische Telefonnummer hat.

Der zweite Besuch:

Um 11:00 Uhr warten wir kurz und werden dann freundlich ins Büro gebeten.

Der freundliche Bankangestellte tippt allerlei in seinen Computer, verlangt diverse Dokumente von mir, kopiert das, was ihm wichtig ist, und ich muss wieder diverse italienische Formulare unterschreiben.

Und auch hier wieder die Erfahrung, ohne codice fiscale – der italienischen Steuernummer geht gar nichts.

Zufrieden, dass ich alle Papiere dabei hatte, 

legt er mir die Bankkarte und einen Umschlag mit der PIN auf den Tisch.

Dann werden diverse Bestätigungsmails und SMS hin- und hergeschickt. Ich habe schlechten bis keinen Empfang in der Bank, renne aus der Bank auf den Parkplatz – nichts, keine Mail. Ich gehe wieder hinein – und da: Okay, in der E-Mail-Adresse war ein Tippfehler. Nun kommt die Mail an. Ein Glück, alles hat geklappt.

Die gesamte Bankkontoeröffnungs-Prozedur dauert ungefähr eine Dreiviertelstunde.

Wir bedanken und verabschieden uns, ich sammle alle meine Originaldokumente ein und der Bankangestellte sagt fröhlich: „Ce l’abbiamo fatta, la giornata è salva.“ – „Wir haben es geschafft, der Tag ist gerettet.“

Zu Hause muss ich das Konto noch mit etwas Anstrengung freischalten. Doch dann ist es erledigt. Die erste Testüberweisung hat funktioniert.

Wieder zu Hause arbeite ich erst einmal weiter – heute eben am Nachmittag.

Und wieder die Erfahrung: Es bedarf eben mindestens zweier und manchmal sogar drei Anläufe, aber schlussendlich klappt es dann doch.

Alle haben sich bemüht, und am Ende waren alle zufrieden.