08.07.2026
Heute kamen wie verabredet drei Leute vorbei, um die gesamten nicht mehr verwendbaren Möbel sowie die Gas- und Elektrogeräte aus dem Haus zu holen und zur Entsorgungsstelle zu bringen.
Italienisch pünktlich um 8:30 Uhr (also 9:15 Uhr) kamen die 3 mit einem kleinen Transporter und einem Transporter mit Ladefläche. Der Junior sprach Englisch, was die Kommunikation ein wenig vereinfachte. Alle drei waren sehr freundlich und herzlich. Sie arbeiteten zügig Hand in Hand, bauten die alten Küchenmöbel und Geräte ab, zerlegten weitere Möbel, schleppten Bettgestelle, Matratzen und Tüten voller Kram hinaus und luden alles auf die beiden Fahrzeuge.
Senior, Junior und ich fuhren zunächst gemeinsam mit dem kleinen Transporter zum Recyclinghof, damit ich mich als in der Gemeinde ansässig ausweisen und klären konnte, dass wir fast alles dort entsorgen dürfen. Es war ein Recyclinghof, wie ich ihn auch aus Berlin kannte – mit Containern und Bereichen, in denen alles sauber getrennt wurde, sowie einer Person, die darauf achtete, dass alles seinen richtigen Gang geht. Nur eben deutlich kleiner.
Zurück am Haus fragte ich, ob sie einen Kaffee haben möchten. Der Senior fragte: „Kaffee?“ Ich sagte: „Ja, Kaffee!“ Er fragte noch einmal: „Kaffee?“ Ich antwortete: „Caffè, sì!“ Darauf fragte er: „Tedesco-Caffè?“ (deutscher Kaffee). Ich sagte: „No, Espresso!“ Er meinte nur: „Ok“, und lachte. Ich kochte Espresso, und sie tranken ihn – auch wenn er sicher noch nicht mit dem ihnen gewohnten italienischen Espresso vergleichbar war.
Dann fuhren die drei in die Mittagspause. Der Junior erklärte mir, dass sie um 15:00 Uhr wiederkommen würden, weil sie eine richtige Mittagspause machen und nicht – wie in Deutschland oft üblich – nur 30 Minuten.
Kurz nach 15:00 Uhr waren sie wieder da, bauten weiter alles auseinander beziehungsweise ab, luden den Rest auf, einschließlich des Metallschrotts, und fuhren anschließend nach Viterbo zu einem größeren Recyclinghof, um den Metallschrott und die Großgeräte zu entsorgen.
Der erste Teil war damit geschafft. Da der Holzcontainer auf dem Recyclinghof bereits voll war, wurde mir gesagt, dass wir den Rest erst am Samstag bringen dürfen.
Es war wirklich eine Menge Holz.
Aber der größte Teil ist nun aus dem Haus raus, und wir können unsere Umzugskisten und Möbel auf die einzelnen Räume verteilen und Stück für Stück etwas Ordnung in das derzeitige Chaos bringen. Das Renovieren der einzelnen Räume haben wir erst einmal nach hinten verschoben, weil wir uns die Substanz und den Zustand jedes einzelnen Raumes zunächst in Ruhe anschauen möchten.
Am Nachmittag habe ich die Arbeit nachgeholt, die vormittags liegen geblieben war. Anschließend haben wir noch ein paar Lebensmittel eingekauft, etwas gegessen – und dann war auch schon wieder der Abend da.
